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Thomas Berkensträter regiert Diestedde

Diestedde (fwa) - Es ist ein Titel für den Verein: Oberst Thomas Berkensträter hat sich am Sonntagnachmittag mit dem 229. Schuss die Kaiserehrung in Diestedde gesichert. Doch zwischenzeitlich waren auf dem Fest sehr ernste Töne angestimmt worden.

Eine Krönung drohte auszufallen.

 

 Foto Kaiserpaar

 Er nahm sich ein Herz und schoss den Vogel ab: Oberst und jetzt auch Kaiser Thomas Berkensträter und seine Königin Manuela Kohnen. 

Bild: Wartala

Der stellvertretende Oberst Ralf Brinkmann, der moderierte, fand klare Worte: „Wenn alle ein schönes Schützenfest feiern wollen, dann muss sich der ein oder andere Schütze einen Ruck geben“. Doch eben dieser Ruck blieb lange Zeit aus. Es gab in Diestedde in diesem Jahr niemanden, der bereit war, den Vogel herunterzuholen. Und vom Vorstand gab es keine Bereitschaft, immer für alles parat zu stehen. „Die Arbeit im Vorstand ist schon anstrengend genug, wir können nicht für alles herhalten,“ erklärte Brinkmann.

Umso größer waren wohl dann Erleichterung und Freude, als der Vogel doch noch von einem Diestedder Schützen heruntergeholt, und nicht, wie zuvor überlegt, einfach heruntergelassen wurde. Oberst Thomas Berkensträter hatte sich einen Ruck gegeben. Der ehemalige König, die Vorstandsmitglieder – alle umarmten und gratulierten ihm herzlich. Thomas Berkensträter freut sich nun auf ein tolles Jahr mit seinem Thron.

Einen Glückwunsch erhielten auch Rainer Schulze Frielinghaus, der mit Schuss 51 die Krone herunterschoss, Axel Steinbrink, der das Zepter zu Fall brachte, sowie Frank Bartoldus, dessen Schuss den Apfel erwischte.

Am Sonntag wurde den Anwesenden nicht nur das Vogelschießen geboten: Eine lustige Show von Clown Pichel begeisterte die Kleinen, und wenn es auch nicht das spannende Schießen war, so ließ das gemütliche Zusammensein doch nahezu das gesamte Dorf auf dem Festplatz erscheinen. Man merkte schnell, dass auch die Moderatoren Ralf Brinkmann und Maik Peveling, der zudem Zugführer und Jungschützenkönig ist, aus dem Dorf stammen. Sie kannten jeden der Schützen und hatten einen lockeren Spruch zu ihnen parat, was die Menge immer wieder erheiterte. Zwischendurch spielte außerdem das Blasorchester Diestedde immer wieder feierliche oder stimmungsvolle Musik.

Aus: „Die Glocke“